Maxime Bender 4tet auf Tour

01.05.2010

Berlin-Köln-Luxemburg-Limousin-New York. Ziemlich awesome, dieser Tourplan - fanden zumindest wir und sind losgefahren.

Zuerst Berlin. Zwei Konzerte im Fincan (Neukölln) und im B-Flat (Mitte) standen an und wir hausten in einer sehr angenehmen Ferienwohnung am Prenzlauer Berg. Ein feucht-fröhlicher Abend in der Hotel-Bar in Kreuzberg mit vielen Kollegen sollte nicht der letzte bleiben. Wieder zurück in Köln statteten wir der guten Stube des Kölner Jazz - dem Loft - einen Besuch ab. Weiter ging es im Ancien Cinema in Vianden (LU), einer erstaunlich abgelegenen Bastion des guten Geschmacks. Bester Kaffee, bestes Design und natürlich auch gute Musik bilden das Rückgrad dieses äußerst sympathischen Ladens.

Von Luxemburg ging es dann zusammen mit dem Pascal Schumacher Quartett nach Laborie en Limousin, einer wunderschön gelegenen Schlossanlage in der Konzerträume und ein Studio untergebracht sind. Dort konnten wir am eigenen Leib erfahren, was es heißt, wie ein Gott in Frankreich zu leben. An alle Veranstalter dieser Welt - nehmt euch ein Beispiel an diesem Ort. Eine Ferienwohnung für die Musiker und dazu noch zwei Frauen, die dafür sorgten, dass immer(!) etwas zu essen in der Küche stand.

Zurück in Deutschland galt es nach kurzer Rast den Flieger zu besteigen - und ab über den Teich zur Hauptstadt des Jazz, der Stadt die niemals schläft, dem Big Apple. Doch das Schicksal stellte uns auf eine harte Probe. Takeshi hatte sich, verkleidet als Toshi, ein Appartment-Hotel als neuen Ort seiner bekannten Hindernisläufe ausgesucht und ehe wir uns versahen waren wir mittendrin. Der Endgegner war ein vermeintlich verständnisvoller Rezeptionsfuzzi der sich strikt weigerte zu verstehen, warum ein Zimmer mit drei gläsernen und nach oben offenen Schlafkabinen keine Dreizimmerwohnung ist. Endlich - gefühlte hundert Taxifahrten später konnten wir ein schönes Konzert im House of Luxembourg, dem ehemaligen Wohnsitz von Irving Berlin geben und in einem Studio in Brooklyn zusammen mit unserem Lieblings- und Stammgast Will Vinson ein paar Töne auf die einschlägigen Binärspeicher bannen. Ein finaler Abend im Freddy’s, das zwei tage später leider abgerissen werden sollte verbreitete dann auch die notwendige Abschiedsstimmung, um uns dann guten Gewissens wieder heimkehren zu lassen.

Was für eine Tour.

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